Keller als Lagerraum nutzen
Wer seinen Keller als Lagerraum nutzen möchte, denkt zunächst an Regale, Kisten und zusätzlichen Platz. Doch eine gute Aufteilung sollte mehr leisten, als möglichst viele Gegenstände unterzubringen: Dinge müssen erreichbar bleiben, Wandflächen sollten sich kontrollieren lassen und die Lagerbedingungen zum Inhalt passen.
Mit diesen fünf Tipps richten Sie Ihren Keller übersichtlich ein und erleichtern sich die spätere Nutzung.
1. Entscheiden, was wirklich in den Keller gehört
Bevor Sie Regale kaufen, erstellen Sie eine Übersicht: Was möchten Sie aufbewahren, wie häufig brauchen Sie es und welche Lagerbedingungen benötigt es?
Für Dokumente und Fotografien ist ein feuchter Keller ungeeignet. Die Verbraucherzentrale empfiehlt dafür einen trockenen, sauberen und möglichst dunklen Aufbewahrungsort. Hinweise zur Aufbewahrung von Unterlagen.
Prüfen Sie bei anderen Gegenständen die jeweiligen Lagerhinweise. Teilen Sie Ihre Bestände anschließend in drei Gruppen ein: regelmäßig gebraucht, saisonal benötigt und langfristig eingelagert. So wird deutlich, was leicht zugänglich stehen sollte und was weiter hinten Platz finden kann.
2. Abstand zu Wand und Boden einplanen
Nutzen Sie die verfügbare Fläche nicht bis in jede Ecke aus. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Lagergut mit Abstand zu Außenwänden und Kellerboden aufzustellen, damit Luft zirkulieren kann. Empfehlungen zur Lagerung im Keller.
Offene Regale können die Übersicht erleichtern. Planen Sie die Anordnung so, dass Sie auch hinter und unter die gelagerten Gegenstände schauen können. Der Abstand allein macht einen feuchten Raum allerdings noch nicht zu einem geeigneten Lagerplatz.
3. Behälter nach dem Inhalt auswählen
Einheitliche Kisten sehen ordentlich aus, sind aber nicht automatisch für jeden Gegenstand geeignet. Wählen Sie Größe und Verpackung danach, was darin aufbewahrt werden soll. Beachten Sie besonders bei empfindlichen Materialien die jeweiligen Aufbewahrungshinweise.
Beschriften Sie Behälter auf der sichtbaren Seite mit Inhalt und gegebenenfalls Einlagerungsdatum. Eine einfache Nummerierung kann zusätzlich helfen: „Kiste 04 – Weihnachtsdekoration“ lässt sich schneller zuordnen als mehrere unbeschriftete Kartons.
Fotografieren Sie den Inhalt seltener genutzter Kisten vor dem Verschließen. So müssen Sie später nicht jede einzeln öffnen.
4. Wege und wichtige Anschlüsse freihalten
Zeichnen Sie vor dem Einräumen einen einfachen Grundriss. Markieren Sie Türen, Fenster, vorhandene Leitungen und technische Einrichtungen. Planen Sie anschließend die Regale und einen ausreichend breiten Zugang.
Zähler, Absperrventile und Wartungsstellen sollten erreichbar bleiben. Beachten Sie bei technischen Anlagen die erforderlichen Freiräume. Auch Fenster müssen sich weiterhin bedienen lassen.
Lagern Sie häufig benötigte Dinge möglichst ohne Umräumen erreichbar. Beachten Sie beim Beladen außerdem die Traglast und die Aufbauhinweise des Regalherstellers.
5. Die Ordnung regelmäßig überprüfen
Ein übersichtlicher Keller braucht gelegentlich einen kurzen Kontrollgang. Nutzen Sie beispielsweise den Wechsel zwischen Sommer- und Winterausstattung, um Beschriftungen, Verpackungen und zugängliche Wandflächen anzusehen.
Sind Kisten beschädigt? Haben sich Geruch oder Oberflächen verändert? Gibt es Gegenstände, die seit Jahren nicht mehr gebraucht werden? Halten Sie Auffälligkeiten fest und klären Sie wiederkehrende Feuchtigkeit, bevor Sie den Bereich weiter zustellen.
Beim Umräumen lohnt sich ein Foto der neuen Anordnung. Es hilft, den Überblick zu behalten und spätere Veränderungen nachzuvollziehen.
Erst die Voraussetzungen klären, dann mehr einlagern
Eine durchdachte Einrichtung schafft Übersicht. Sie ersetzt jedoch keine Klärung vorhandener Feuchtigkeitsprobleme. Dazu finden Sie weitere Informationen in unseren Beiträgen „Feuchte Kellerwand: Ursachen richtig einordnen“ und „Keller richtig lüften: Warum ein offenes Fenster nicht immer hilft“.
Wenn Sie wissen möchten, ob Thor Protect Deutschland für Ihre Situation infrage kommt, beschreiben Sie uns den Zustand Ihres Kellers und die geplante Nutzung.



