Ein dunkler Fleck an der Wand, abbl.tternde Farbe oder ein muffiger Keller: Solche Ver.nderungen werfen
schnell die Frage auf, woher die Feuchtigkeit kommt. Muss der Keller abgedichtet werden oder liegt es am
Raumklima? Bevor Sie ein Produkt ausw.hlen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Situation.
Eine feuchte Kellerwand kann unterschiedliche Ursachen haben. Dieser Ratgeber hilft Ihnen,
Beobachtungen zu sammeln und die n.chsten Schritte vorzubereiten. Eine sichere Diagnose l.sst sich aus
einem einzelnen Fleck oder Foto allerdings nicht ableiten.
Warum wird eine Kellerwand feucht?
Feuchtigkeit kann von au.en über Bauteile und undichte Stellen eintreten, durch einen Leitungsschaden
entstehen oder aus der Raumluft an kühlen Oberfl.chen kondensieren. Auch aufsteigende Feuchtigkeit
und noch nicht ausgetrocknete Baustoffe kommen als Ursachen infrage. Mehrere Einflüsse k.nnen
gleichzeitig wirken. Das Umweltbundesamt nennt diese unterschiedlichen Feuchtigkeitsquellen in seinen
Informationen zu Feuchtigkeit und Schimmel
Für die weitere Planung ist deshalb wichtig, zwischen einer Beobachtung und einer vermuteten Ursache zu
unterscheiden. „Die Wand ist unten dunkel“ beschreibt, was Sie sehen. „Es ist aufsteigende Feuchtigkeit“
ist bereits eine Diagnose, die damit noch nicht belegt ist.
Kondensation: Wenn Feuchtigkeit aus der Luft kommt
Kondensation entsteht, wenn feuchte Luft an einer ausreichend kalten Oberfl.che abkühlt und sich Wasser
niederschl.gt. Das ist im Keller besonders im Sommer ein Thema: Warme Au.enluft gelangt hinein und
trifft auf kühle Kellerw.nde. Ein lange ge.ffnetes Fenster kann unter diesen Bedingungen zusätzliche
Feuchtigkeit in den Raum bringen.
Hinweise k.nnen ein jahreszeitlicher Zusammenhang oder Feuchtigkeit an besonders kühlen Flächen sein.
Sie beweisen die Ursache jedoch nicht. In den Hinweisen zum richtigen Lüften, erklaert das
Umweltbundesamt auch diese Besonderheit von Kellerraeumen.
Raumklima beobachten statt auf Verdacht lüften

Ein Thermo-Hygrometer zeigt Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit der Raumluft. Notieren Sie die
Werte an mehreren Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten. Erg.nzen Sie, wann das Fenster ge.ffnet war
und ob es drau.en warm, kühl oder regnerisch war. So entsteht ein Verlauf, der hilfreicher ist als ein
einzelner Messwert.
Die Anzeige sagt nicht, wie viel Feuchtigkeit im Mauerwerk steckt. Auch beweist eine hohe relative
Luftfeuchtigkeit allein keine undichte Wand. Für eine genauere Einordnung k.nnen zus.tzliche Messungen
und eine fachliche Untersuchung erforderlich sein.
Bei der Kellerlüftung kommt es auf die Bedingungen innen und au.en an. Eine starre Regel wie „im
Sommer das Fenster immer offenlassen“ ist deshalb ungeeignet. Lassen Sie bei wiederkehrender
Kondensation kl.ren, wie Lüftung, Nutzung und kalte Oberfl.chen zusammenwirken.
Eindringende Feuchtigkeit: Welche Beobachtungen sind hilfreich?
Wenn eine Stelle nach Regen auff.lliger wird oder Wasser an einem Anschluss sichtbar eintritt, ist das eine
wichtige Information für die Untersuchung. Dokumentieren Sie, wo und wann die Ver.nderung auftritt. Auch
die Lage der Wand im Geb.ude und angrenzende Bauteile sollten beschrieben werden.
Eine feuchte Stelle in Bodenn.he ist für sich genommen kein Beweis für eine bestimmte Ursache. Ebenso
wenig l.sst sich anhand einer oberfl.chlich trockenen Stelle ausschlie.en, dass im Bauteil noch
Feuchtigkeit vorhanden ist. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Bauweise, Verlauf und fachlich
geeigneten Prüfungen.
Nicht jede Veränderung an der Wand ist dasselbe
Farbver.nderungen, abplatzender Putz, wei.e Ablagerungen und sichtbare Bel.ge sollten m.glichst
getrennt beschrieben werden. Schreiben Sie lieber „wei.e krümelige Stellen“ oder „dunkler Fleck“ statt eine
ungesicherte Diagnose zu übernehmen. Das erleichtert Rückfragen und vermeidet, dass die weitere
Beratung zu früh auf eine einzige Ursache festgelegt wird.
Checkliste: Diese Informationen helfen bei der Beratung

Sie müssen die Ursache nicht selbst bestimmen. Hilfreich ist vielmehr, die Situation nachvollziehbar zu
dokumentieren. Halten Sie für eine erste Anfrage m.glichst folgende Angaben bereit:
- Ort: Welche Wand ist betroffen? Liegt sie au.en, innen oder unterhalb des Gel.ndes?
- Zeitlicher Verlauf: Seit wann f.llt die Stelle auf? Ist sie dauerhaft sichtbar oder ver.ndert sie sich?
- Wetter und Nutzung: Gibt es einen Zusammenhang mit Regen, warmen Tagen, Lüften oder der Nutzung
- des Raums?
- Untergrund: Was ist über Mauerwerk, Putz und vorhandene Beschichtungen bekannt? Unbekannte
- Angaben einfach offenlassen.
- Fotos: Eine .bersicht des Raums, die gesamte Wand und Detailaufnahmen der auff.lligen Stellen.
- Bisherige Ma.nahmen: Wurde bereits gestrichen, getrocknet, abgedichtet oder ein Produkt eingesetzt?
- Messwerte: Falls vorhanden, Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit Datum und Uhrzeit.
- Fotografieren Sie wiederholt aus einer .hnlichen Position und notieren Sie das Datum.
- Beschreiben Sie Ver.nderungen in eigenen Worten.
- Entfernen Sie nicht vorschnell Oberfl.chen, nur um ein vermeintlich eindeutigeres Foto zu erhalten.
Wann ist eine fachliche Prüfung sinnvoll?
Bei wiederkehrender oder unklarer Feuchtigkeit ist eine fachliche Prüfung sinnvoll, bevor gr..ere Arbeiten
beginnen. Das gilt insbesondere, wenn Wasser sichtbar eintritt, Sch.den zunehmen oder ein
Leitungsdefekt vermutet wird. Bei akutem Wassereintritt sollten Sie zeitnah einen zust.ndigen Fachbetrieb
hinzuziehen.
Ein muffiger Geruch oder sichtbarer Schimmel sollte ebenfalls abgekl.rt werden. Die Ursache der
Feuchtigkeit muss berücksichtigt werden; ein neuer Anstrich allein kl.rt sie nicht. Welche Ma.nahmen
erforderlich sind, h.ngt vom tats.chlichen Befund ab.
Welche Rolle spielt eine Kellerabdichtung?
Ob eine Kellerabdichtung sinnvoll ist, h.ngt von der Ursache und der Einbausituation ab. Bei einem
Problem durch eindringendes Wasser ist eine andere Betrachtung erforderlich als bei Kondensation aus
der Raumluft. Eine Abdichtungsma.nahme ersetzt daher keine Kl.rung des Raumklimas und behebt auch
nicht automatisch einen Leitungsschaden.
Vor einer Anwendung sollten Untergrund, vorhandene Beschichtungen und die vorgesehene Nutzung
besprochen werden. Pauschale Aussagen wie „feuchte Wand gleich abdichten“ greifen zu kurz. Eine
passende Entscheidung beginnt mit der Frage, woher die Feuchtigkeit tats.chlich kommt.
Thor Protect: Erst Eignung klären, dann auf kleiner Fläche testen
Sie m.chten prüfen, ob Thor Protect für Ihre Situation infrage kommt? Bereiten Sie Ihre Beobachtungen
und Fotos vor und nutzen Sie die Beratung durch Thor Protect [L3]. Beschreiben Sie dabei auch
Unsicherheiten und bereits durchgeführte Arbeiten.
Für geeignete Anwendungsf.lle bietet Thor Protect ein Testpaket für 1 m. [L4] an. Es erm.glicht einen
Einstieg auf einer kleinen Fl.che, bevor eine gr..ere Anwendung geplant wird. Beachten Sie dafür die
aktuellen Produkt- und Anwendungshinweise [L5], insbesondere zur Vorbereitung, Verarbeitung und
Beurteilung des Ergebnisses.
Ein Test auf kleiner Fl.che ersetzt keine Ursachendiagnose. Auch sollte das Ergebnis gemeinsam mit den
Bedingungen vor Ort betrachtet werden, bevor es auf andere Wandfl.chen übertragen wird. Ob und wie es
anschlie.end mit einem Komplett-Set weitergeht, l.sst sich auf dieser Grundlage besprechen.

Häufige Fragen zur feuchten Kellerwand
Kann eine Kellerwand auch ohne undichte Au.enabdichtung feucht werden?
Ja. Neben eindringendem Wasser kommt unter anderem Kondensation an kalten Oberfl.chen infrage.
Deshalb sollte die Ursache vor der Auswahl einer Ma.nahme gekl.rt werden.
Kann ich die Ursache anhand eines Fotos erkennen?
Fotos helfen, Lage und Erscheinungsbild zu beschreiben. Sie reichen allein aber nicht für eine sichere
Diagnose aus. Je nach Situation sind Rückfragen, Messungen oder eine Prüfung vor Ort erforderlich.
Sollte ich sofort ein Abdichtungsprodukt auftragen?
Kl.ren Sie zun.chst die m.gliche Ursache und die Eignung für Ihren Untergrund. Eine unpassende
Ma.nahme kann die eigentliche Frage offenlassen, warum die Wand feucht wird.