Keller nach Starkregen: 5 wichtige Schritte
Wasser auf dem Boden, Schlamm unter dem Fenster oder eine neue feuchte Stelle an der Wand: So kann ein Keller nach Starkregen aussehen. Der Wunsch, sofort aufzuräumen, ist verständlich. Entscheidend ist jedoch die richtige Reihenfolge: zunächst die Sicherheit klären, dann Schäden dokumentieren und anschließend die Ursache untersuchen lassen.
Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, die nächsten Schritte zu planen. Bei einer akuten Überflutung haben die Anweisungen der Einsatzkräfte Vorrang.
1. Keller nach Starkregen: Sicherheit geht vor
Betreten Sie einen überfluteten Keller nicht. Es bestehen unter anderem Stromschlaggefahr und das Risiko, vom steigenden Wasser eingeschlossen zu werden. Gehen Sie auch nicht hinein, um Sicherungen oder Geräte auszuschalten. Bei akuter Gefahr rufen Sie die 112. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe erklärt, wie Sie sich bei Hochwasser verhalten sollten.
Beginnen Sie mit der Kontrolle erst, wenn der Zugang sicher ist und mögliche elektrische Gefahren fachlich geklärt wurden.
2. Schäden durch Starkregen nachvollziehbar dokumentieren
Sobald dies gefahrlos möglich ist, fotografieren Sie die betroffenen Räume, erkennbare Wasserstände und beschädigte Gegenstände. Notieren Sie das Datum, die ungefähre Uhrzeit und den beobachteten Verlauf. Informieren Sie Ihre Versicherung und klären Sie, welche Unterlagen benötigt werden.
Eine einfache Liste hilft, den Überblick zu behalten: Was ist betroffen? Welche Maßnahmen wurden bereits durchgeführt? Welche Rechnungen und Fotos liegen vor? Auch das BBK empfiehlt, Hochwasserschäden zu dokumentieren.
3. Ursache und Eintrittsweg des Wassers untersuchen lassen
Ist der Keller nach Starkregen nass, halten Sie fest, wo das Wasser zuerst sichtbar war: am Fenster, an einem Abfluss, an einer Rohrdurchführung oder am Übergang zwischen Wand und Boden. Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen, ohne sich vorschnell auf eine Ursache festzulegen.
Feuchtigkeit nach einem Regenschauer bedeutet nicht automatisch, dass die Außenabdichtung defekt ist. Lassen Sie prüfen, ob beispielsweise Oberflächenwasser eingedrungen ist, ein Rückstau aus der Kanalisation vorlag oder Wasser über andere Stellen ins Gebäude gelangt ist. Davon hängt ab, welche Reparaturen und vorbeugenden Maßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll sind.
4. Abpumpen und Trocknung abstimmen
Bei einer Überflutung sollte nicht unüberlegt abgepumpt werden. Das BBK weist darauf hin, dass der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken sein muss, damit zusätzliche Gebäudeschäden vermieden werden. Lassen Sie Zeitpunkt und Vorgehen fachlich beurteilen. Hinweise zum Handeln nach dem Hochwasser
Auch Reinigung und Trocknung richten sich nach Art und Umfang des Schadens. Besprechen Sie mit dem Fachbetrieb, welche Materialien betroffen sind, welche erhalten bleiben können und ob einzelne Bauteile entfernt werden müssen.
Klären Sie außerdem, wie die Trocknung begleitet und ihr Erfolg überprüft wird. Eine oberflächlich trocken wirkende Wand bedeutet nicht automatisch, dass auch die tiefer liegenden Schichten ausreichend getrocknet sind. Lassen Sie deshalb fachlich beurteilen, wann der Untergrund für weitere Arbeiten geeignet ist.
Neue Anstriche, Putze oder Bodenbeläge sollten erst aufgebracht werden, wenn die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dokumentieren Sie die durchgeführten Maßnahmen und vorhandene Messergebnisse, damit die nächsten Arbeitsschritte darauf abgestimmt werden können.
5. Aus dem Schaden konkrete Vorsorge ableiten
Fragen Sie nach der Untersuchung gezielt: Welche Stelle muss instand gesetzt werden? Sind Fenster, Entwässerung oder Rückstauschutz zu berücksichtigen? Wer kontrolliert die ausgeführten Arbeiten?
Lassen Sie sich erklären, welche Maßnahmen kurzfristig notwendig sind und welche sich längerfristig planen lassen. Klären Sie außerdem, wer die einzelnen Arbeiten übernimmt und ob mehrere Fachbetriebe ihre Leistungen aufeinander abstimmen müssen.
Damit der Keller nach Starkregen künftig besser geschützt ist, sollte die Vorsorge zum festgestellten Eintrittsweg des Wassers passen. Eine einzelne Reparatur berücksichtigt möglicherweise nicht alle Schwachstellen. Besprechen Sie deshalb auch, welche Bauteile regelmäßig kontrolliert oder gewartet werden sollten.
Halten Sie die Untersuchungsergebnisse, vereinbarten Maßnahmen und Zuständigkeiten schriftlich fest. Ergänzen Sie Fotos und bewahren Sie Rechnungen sowie Wartungshinweise gemeinsam auf. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für Reparaturen und spätere Kontrollen.
Welche Rolle kann Thor Protect spielen?
Wenn als Ursache eindringende Feuchtigkeit über geeignete Wandflächen festgestellt wurde, lässt sich die Eignung einer Anwendung mit Thor Protect besprechen. Eine Wandbehandlung ersetzt keine Reparatur an Fenstern, Entwässerung oder Leitungen.
Bereiten Sie für die Beratung Fotos und vorhandene Untersuchungsergebnisse vor. Jetzt Kontakt mit Thor Protect aufnehmen



